Woher stammen unsere Osterbräuche?

erstellt am: 14.03.2018 | von: Leoni | Kategorie(n): Fundstücke, Unterhaltung


Woher stammen unsere Osterbräuche?

Von: Fabienne Glatow

Kaum sind die Schokoweihnachtsmänner aus den Regalen im Supermarkt verschwunden, da machen sich schon Meister Lampe und seine Freunde breit. Doch gerade für die Kinder ist das Osterfest eine reine Freude.

Die drei Höhepunkte am Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag verbringen Familien auf unterschiedliche Art und Weise, aber ein paar Traditionen, wie Eier bemalen oder ein Osterlamm dürfen bei vielen nicht fehlen. Doch woher stammen diese ganzen Bräuche eigentlich?

Das Osterei

Ein Ei symbolisiert die Entstehung eines neuen Lebens. Früher wurde den Verstorbenen sogar ein Ei mit ins Grab gelegt, weil der Körper aus seiner äußeren Schale hinausschlüpfen soll, damit ein neues Leben entsteht. Der Brauch des Eier bemalens wurde aus der christlichen Kirche bis heute beibehalten. Der Grund: In der letzen Woche vor dem Osterfest war es den Leuten untersagt Eier zu essen. Sie wurden daher bemalt und für den Sonntag aufgehoben. Zur Feier der Auferstehung Jesus, aß man diese bunten Eier dann im Kreis von Familie und Freunden.

In der westlichen Welt färbte man die Eier oftmals in Rot, der Farbe des Blutes Christi. In Osteuropa hingegen verbreitete sich der Trend der goldenen Eier, die etwas kostbares darstellen sollten. Heutzutage werden die Eier in allen möglichen Farben angemalt und mit bunten Mustern verziert. Diese eignen sich auch besonders schön als Osterdeko!

Der Osterhase

Über den Osterhasen gibt es mehrere Entstehungsgeschichten. Manchen sagen, dass er als Bote für den Frühling gilt und deshalb mit ihm die neue Jahreszeit beginnt. Zudem sind Hasen äußerst fruchtbare Tiere und stehen so ebenfalls für den Beginn von neuem Leben. Dass der Osterhase die Eier für die Kinder versteckt, ist allerdings nicht überall Brauch. In manchen Teilen Deutschlands übernimmt das der Fuchs, der Hahn oder sogar der Kuckuck.

Eine andere Übermittlung besagt, dass früher in den Tagen vor Ostern, noch alle ausstehenden Schulden beglichen werden mussten. Zu dieser Zeit bezahlte man auch gerne mit Gütern, wie Eier oder eben Hasen. Der genaue Ursprung des Osterhasen bleibt ungeklärt - Fakt ist aber, dass ihn Kinder als ziemlich niedlichen Boten der Ostereier sehen und das ist ja schließlich das Wichtigste.

Das Osterlamm

Die Tradition von einem richtigen Osterlamm gibt es heutzutage nur noch vereinzelt. Im Judentum schlachtete man früher noch ein echtes Lamm, um Gott an diesem Tag zu gedenken. Das Lamm galt als Zeichen des Sieges und des Friedens. Mit diesem Opfer sollte der Frieden geehrt und vor allem beibehalten werden. Bei den meisten Familien findet man an Ostern lediglich einen Kuchen in Lammform auf dem Tisch wieder. Das traditionell aus Rührteig hergestellte und verzierte Gebäck ist ein gern gesehener Gast beim Nachmittagskaffee.

Das Osterfeuer

Jedes Jahr gibt es in ganz Deutschland öffentliche Osterfeuer. Damit werden die bösen Wintergeister verscheucht und der Frühling begrüßt. Das Feuer steht symbolisch für die Sonne, welche mit dem Frühling einziehen soll. Das Osterfeuer hatte früher noch eine viel wichtigere Bedeutung für die Menschen als jetzt. Denn ein kurzer Winter war besser für die Ernte, mit der man, sobald der Frühling beginnt, wieder anfangen konnte, um das Überleben zu sichern. Wer also für den Abend noch keine Pläne hat, der sollte mit seiner Familie das nächste Osterfeuer aufsuchen und den Anblick gemeinsam genießen.

Tipp: Wer es etwas kleiner und für zu Hause haben will, der kann auch eine Osterkerze anzünden. Das "Lumen Christ" (Licht Christi) bringt Licht ins dunkle Haus und gedenkt so im kleineren Kreis an die Auferstehung.

Wusstet ihr schon...?

  • ... dass es in der Stadt Osterhausen in Sachsen-Anhalt ein Osterhasenpostamt gibt, in dem Briefe an den Osterhasen beantwortet werden?
  • ... dass Eier, die am Gründonnerstag gelegt werden, Glück bringen sollen?
  • ... dass die Bewohner in Preston / England am Ostermorgen bemalte, gekochte Eier einen Hang hinunter rollen und diese anschließend essen?
  • ... dass die Osterinseln Osterinseln heißen, weil sie 1722 an dem Ostersonntag entdeckt wurden?
  • ... dass es einen Hasen gibt, der tatsächlich Eier legt? Es ist der Seehase, eine Fischart aus dem Atlantik.

Wenn ihr noch mehr wissen wollt, dann haben wir noch Osterbräuche rund um die Welt und ein paar weitere Informationen über die Oster-Traditionen für euch!

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