Semmelknödel selber machen

erstellt am: 24.11.2018 | von: Bruno Hentschel | Kategorie(n): Essen & Trinken, Rezepte

Semmelknödel selber machen

Semmelknödel selber machen

Von: Bruno Hentschel

Bratengerichte mit Soße, aber ohne Knödel, sind nur halber Genuss. Und wer einmal Semmelknödel selbst gemacht hat, wird dies ganz sicher wieder tun – vor allem in der kalten Jahreszeit. Wenn ihr mehr Knödel macht, als ihr für eine Mahlzeit braucht, habt ihr zudem für die folgenden Tage eine fast noch köstlichere Beilage: Gebratene Semmelknödel aus der Pfanne. Hierfür schneidet ihr die kalten Knödel in ein Zentimeter dicke Scheiben und bratet sie in heißer Butter goldbraun.

Das Außergewöhnlichste, was ihr für die Herstellung der Knödel braucht, sind ein paar altbackene Brötchen bzw. Semmeln. Aus diesem Grund kann man außerhalb Bayerns Semmelknödel selten spontan machen, es sei denn, man hat einen guten Draht zum Bäcker, der einem die alten Brötchen für kleines Geld überlässt. Oder man wohnt eben in Bayern. Denn dort kann man in den meisten Bäckereien und sogar im Supermarkt Knödelbrot kaufen, was nichts anderes als würfelig geschnittenes Weißbrot ist (40-50g entsprechen einer Semmel). Wenn ihr beim Lesen Lust auf Semmelknödel bekommen habt, erfahrt ihr hier, wie ihr die köstliche Beilage zum nächsten Braten selber macht.

Zutaten für 4 Portionen (8 Knödel)

  • 10 altbackene Brötchen (von vorgestern)
  • 375 ml Milch
  • 125 g durchwachsener Speck
  • 1 Zwiebel
  • 4 Eier
  • 25 g Butter
  • ½ Bund gehackte Petersilie
  • 1 TL Salz
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Muskatnuss
  • Eine große Schüssel und einen großen Topf

Zubereitung Semmelknödel
Semmelknödelteig1. Die altbackenen Brötchen schneidet ihr zunächst in 3 – 5 mm dünne Scheiben und sortiert dabei die Kappen (die erste und letzte Scheibe) aus, da diese sich im Knödelteig nicht auflösen und stören. Anschließend verteilt ihr die lauwarme Milch gleichmäßig über die Semmelscheiben, drückt diese mit flacher Hand von oben etwas zusammen und lasst die Milch einige Zeit einziehen.

2. Währenddessen würfelt ihr die Zwiebel und den Speck fein. Den Speck lasst ihr in einer Pfanne aus und dünstet darin die Zwiebeln glasig. Dann nehmt ihr die Pfanne vom Herd und lasst die Butter darin schmelzen. Sobald alles etwas abgekühlt ist, gebt ihr den gesamten Inhalt der Pfanne über die eingeweichten Semmelscheiben.

3. Hackt die Petersilie sehr fein und gebt sie ebenfalls in die Schüssel. Als letztes gebt ihr die Eier hinzu und würzt mit Pfeffer, Salz und Muskat.

Semmelknödelteig geschmeidig4. Nun krempelt ihr die Ärmel hoch, wascht euch die Hände und verknetet alle Zutaten gründlich mit einer Hand zu einem gleichmäßigen Teig. Zwischendurch probieren und falls notwendig nachwürzen. Sollte der Knödelteig zu zäh sein, könnt ihr in kleinen Schritten Milch hinzu geben, bis er sich gut kneten lässt. Er muss jedoch so standfest bleiben, dass er sich gut formen lässt.

5. Wenn Geschmack und Konsistenz gut sind, werden die Knödel geformt, indem ihr zwischen den Handflächen etwas Teig zu runden Knödeln rollt. Die Größe bestimmt ihr selbst – mehr als sechs Zentimeter Durchmesser sollten es jedoch nicht sein, da sonst beim Garen außen zu viel Geschmack ans Wasser abgegeben wird, während die Mitte noch nicht durchgegart ist.

Semmelknödelteig Rohlinge6. Jetzt lasst ihr reichlich heißes Salzwasser in einem großen Topf kurz aufkochen und regelt dann die Temperatur so runter, dass es nur noch leicht köchelt. Dann lasst ihr die Knödel zwanzig Minuten darin gar ziehen. Mit einem Schaumlöffel schöpft ihr die fertigen Knödel aus dem Wasserbad, legt sie auf ein sauberes Küchentuch und lasst sie etwas abtrocknen.

TIPP: Semmelknödel können gut vorbereitet werden und ohne weiteres ein – zwei Stunden warten, bevor sie ins kochende Wasser kommen (bei kühler Lagerung sogar noch länger). Der perfekte Zeitpunkt, sie ins siedende Wasser zu geben, ist der Moment, bevor ihr die Vorspeise auf den Tisch stellt.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!

 

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<p class=“nachweis“>Bildnachweis: Bruno Hentschel</p>