Daran erkennt ihr einen Jodmangel!

erstellt am: 27.08.2018 | von: Fabienne Glatow | Kategorie(n): Gesundheit, Ratgeber

Gesundheit


Daran erkennt ihr einen Jodmangel!

Von: Fabienne Glatow

Eisen, Zink oder Magnesium - unserem Körper kann es an vielem mangeln, leider auch an Jod. Das Spurenelement trägt nämlich einen wichtigen Teil zum Stoffwechsel und Kreislauf-System in unserem Körper bei.

Jod im menschlichen Körper

Das chemische Element wird eigentlich Iod geschrieben, aber standardsprachlich Jod ausgesprochen. Die meisten kennen das bekannte Jod-Salz, was auch im normalen Handel käuflich zu erwerben ist. Wie so viele Stoffe kann der menschliche Körper auch diesen nicht selber produzieren und ist somit auf die richtige Nahrungsaufnahme angewiesen. Hauptsächlich wird Jod in der Schilddrüse für die Wachstumsprozesse im Körper eingesetzt. Teile sind allerdings auch als Reserven im Gehirn hinterlegt, um bei ersten Mängeln davon zehren zu können. Das Spurenelement ist gegen Parasiten, Pilze und Bakterien wirksam und soll sogar gegen Krebs vorbeugen können.

Typische Symptome bei einem Mangel

  • Vergrößerung der Schilddrüse
  • Gewichtszunahme
  • Müdigkeit, Erschöpfung & eingeschränkte (körperliche) Leistungsfähigkeit
  • Trockene und blasse Haut
  • Knotenbildung
  • Geschwollener Hals, Schluckbeschwerden
  • Depressionen

Jodmangel entgegenwirken

Meistens werden die eigentlichen Symptome nicht ernst genommen, da sie zu Beginn nicht besonders auffällig sind. Deutschland ist als ein Jod-Mangelgebiet eingestuft, da allgemein zu wenig in den Böden und dem Grundwasser vorkommt. Zwar sind die Betroffenen-Zahlen in den letzten Jahren gesunken, jedoch haben immer noch 30 % der Deutschen einen Jod-Mangel. Durchschnittlich 120 µg (Mikrogramm) pro Tag sollte ein Erwachsener zu sich nehmen. Das gelingt am besten über folgende Lebensmittel:

  • Tierische Produkte wie Eier, Milch- & Fleischprodukte
  • Seefisch, Meeresfrüchte & Seealgen
  • Spinat, Brokkoli & Champignons
  • Kürbiskerne & Erdnüsse

Allerdings kann man sich bei den tierischen Produkten nicht sicher sein, ob überhaupt Job in ihnen enthalten ist. Denn die Hersteller können den Jod-Gehalt im Futter der Tiere selbst dosieren und müssen sich an keine gesetzlichen Vorgaben halten. Tendenziell findet man in den Produkten aus biologischem Anbau in der Regel weniger Jod vor. Alternativ können auch Ärzte Jodtabletten verschreiben. Dabei sollte man sich allerdings vor einer Reihe von Nebenwirkungen in Acht nehmen.

Gefahr: Bildung eines Kropfes

Ist der Mangel an Jod im Körper zu groß, bekommt auch die Schilddrüse zu wenig davon ab. In Folge kann sie nicht mehr genügend Hormone bilden, weshalb sich das Organ vergrößert. Ein sogenannter Schildrüsenknoten, oder auch Kropf genannt, entsteht. Dieser kann sich durch Schmerzen oder Probleme beim Schlucken oder ein pfeifendes Geräusch beim Atmen bemerkbar machen. Auch das Gefühl eines zu engen Kragens kommt häufig vor. Ist dies der Fall, solltet ihr auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, damit es medikamentös oder chirurgisch behandelt werden kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*

Bildnachweis: iStock.com/Ismailciydem | iStock.com/NatchaS | iStock.com/13-Smile | iStock.com/Image Source