Anregungen zur Ahnenforschung

erstellt am: 05.07.2018 | von: Fabienne Glatow | Kategorie(n): Fundstücke, Unterhaltung

Fundstücke


Anregungen zur Ahnenforschung

Von: Fabienne Glatow

Habt ihr euch nicht schon mal nach eurer Vergangenheit gefragt und gerne gewusst, wer eure Vorfahren so waren? Vielleicht stellt man ja eine Verwandschaft mit einem guten Freund oder sogar einer prominenten Person fest! Ahnenforschung fasziniert manche Menschen sehr - doch wer wirklich etwas erfahren möchte, der muss sich stetig bemühen und fängt damit eine Arbeit an, die meist über mehrere Jahre, mitunter ein Leben lang dauern kann.

Eigene Forschung betreiben

Sich mit seiner Vergangenheit zu beschäftigen sehen viele als richtiges Hobby an. Die im Fachjargon unter dem Namen bekannte Genealogie stammt aus dem Griechischen und bildet sich aus den beiden Wörtern: geneá und lógos, übersetzt Abstammung und Lehre. Wer sich also dazu entschließt ein bisschen in der Familiengeschichte zu graben, der sollte am besten bei sich selbst anfangen. Egal ob amtliche Dokumente oder Urkunden - schaut zunächst selber nach, was ihr in eurem Fundus alles brauchbares finden könnt. Ist diese Suche weniger erfolgreich, dann bittet doch eure Familienmitglieder um Hilfe. Vielleicht verfügen sie über Fotos, Namen, Geburts- und Sterbedaten der Vorfahren oder haben andere Aufzeichnungen von früher behalten. Sind darüber ein paar Ergebnisse zusammengekommen, gilt es die einzelnen Verhältnisse untereinander zu klären: Welche Ehen wurden geschlossen und wie viele Kinder sind daraus entstanden? Wichtig ist nur bei der Forschung, dass ihr einen Überblick der ganzen Unterlagen behaltet. Sortiert die Dokumente in verschiedenen Ordnern nach Jahreszahlen oder Namen ein, damit nichts durcheinander kommt.

Internetquellen nutzen

Das Internet ist voll von Anregungen und Anlaufstellen bezüglich der Ahnenforschung. Das kostenpflichtige Portal www.ancestry.de, ist ein Unternehmen mit Sitz in der US-amerikanischen Stadt Provo. Über 500 Millionen deutsche Dokumente und Bilder befinden sich in der virtuellen Datenbank. Weltweit sind es sogar über 20 Milliarden. Kostenlos und lediglich mit einer Registration kann man auf einer Webseite www.familysearch.org ebenfalls einige Nachforschungen betreiben. Die von der Gemeinschaft der Mormonen betriebene Seite ist mit drei Milliarden Personendaten ebenfalls eine weitläufige Informationsquelle für alle, die tiefer in die Vergangenheit der eigenen Familie eintauchen wollen. Natürlich gibt es noch weitere, auch kleinere Portale, die einem Bei der Suche auf Antworten behilflich sein können. Das Erste hat in einer übersichtlichen Tabelle ein Dokument mit weiteren Online-Anlaufstellen zusammengefasst, dieses findet ihr hier.

Fragt euch herum

Auch euer lokales Umfeld kann euch vielleicht mehr Antworten liefern, als ihr denkt. Ruft einfach mal in dem zuständigen Standesamt oder der Kirchengemeinde an. Diese können euch vielleicht Auskunft darüber geben, in welchem Archiv sich Urkunden und alte Kirchenbücher befinden könnten. In vielen Städten wurden ab ca. 1870 Zivilstands- bzw. Personenstandsregister nach Regionen durchgeführt. Dies können auch hilfreiche Quellen sein, aber aufgepasst: Personenstandsregister unterliegen einer gesetzlichen Sperrfrist. Sterbeurkunden sind 30 Jahre davon betroffen, Heiratsurkunden 80 Jahre und Geburtsurkunden sogar 110 Jahre. Erst wenn diese Fristen abgelaufen sind, werden die Urkunden in ein dafür zuständiges Archiv geliefert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Professionelle Hilfe anfordern

Die Informationsbeschaffung ist bekanntlich die erste Sache, die bei der Ahnenforschung zu tun ist. Doch was fängt man mit den ganzen Papieren denn jetzt an? Einen strukturierten Stammbaum zu erstellen, ist nämlich keine leichte Aufgabe. Wer die Forschung also wirklich Ernst nimmt, der sollte einen professionellen Ahnenforscher kontaktieren. Dieser kann euch mit wertvollen Tipps und Tricks zur Seite stehen und ein fundiertes Konzept entwickeln. Gerade wenn ihr Unterlagen gefunden habt, die in alten Schriften oder einer Fremdsprache geschrieben sind, stoßen viele schon an ihre Grenzen. Dafür braucht ihr entweder eigene Kontakte, die euch bei der Entschlüsselung helfen können, oder ihr arbeitet mit einem Fachmann zusammen. Allgemein macht die gesamte Forschung mehr Spaß, wenn auch noch andere Leute aus eurer Familie dabei an Bord sind und sich ebenfalls für die Geschichte der Familie interessieren.

Tipp: Bringt bei der Forschung auf jeden Fall Neugierde, aber auch Geduld mit - die Suche kann sich manchmal lange ohne Erfolg ziehen, das hängt immer von den vorhandenen Informationen ab. Werft deshalb nicht zu schnell die Flinte ins Korn, sondern sucht lieber nach einem neuen Weg!

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